Passivhaus Isorast

 


Energiekonzept
Das Energiekonzept beginnt schon im Entwurf. Um möglichst wenig Wärme nach außen abzugeben, ist das Gebäude relativ kompakt geplant. Einschränkungen gibt es durch die möglichst große Südfassade, die zwar mehr Gewinne als Verluste bringt, die aber einen Kompromiss zur Kompaktheit fordert.

Um diese Wärmegewinne auch optimal zu nutzen, sind alle Wohnräume nach Süden orientiert. Die Räume mit den Nebennutzungen liegen alle im nördlichen Teil des Hauses.

Die Kompaktheit des Gebäudes macht sich auch durch den Verzicht auf einen Keller bemerkbar. Der haustechnikraum im Kellergeschoss liegt außerhalb der Thermischen Hülle des Gebäudes. Er ist unbeheizt.

Die thermische Hülle selber ist mit einem u-Wert von 0,1 W/m²K für die Außenwand optimal gewählt. Dies wird durch eine Kombination von Isorast-Bausteinen erreicht. Der Wärmeschutz wird im Bereich der Bodenplatte ebenfalls durch ein Isorast-System gewährleistet. Im Dach ist eine dämmende Beplankung der Sparren gewählt worden, in deren Zwischenraum eine Isofloc-Dämmung eingeblasen wird.

Auf Dichtigkeit als auch auf Reduzierung der Wärmebrücken, was durch das Isorast-System ermöglicht wird, ist bei der Detaillierung geachtet worden.
Die genannten Faktoren ermöglichen, allein durch ihre konstruktive und planerische Lösung (z. B. Südausrichtung) eine hohe passive Solarenergienutzung. Diese wird verstärkt, indem in der Südfassade der Fensternateil sehr hoch gewählt ist und zudem mit einer hochwertigen Verglasung ausgeführt wird.

Lüftung
Über das Erdreich als Wärmetauscher wird Luft in das Haus geholt und über eine kontrollierte Lüftungsanlage im Spitzboden des nördlichen Gebäudeteiles den Wohnräumen zugeführt.
Die Abluftentnahme erfolgt in den Sanitärräumen. Sie wird über das Dach abgeführt.





Warmwasser
Im Dach sind ca. 9,00 m² Sonnenkollektoren integriert, die gleichzeitig als Verschattung dienen. Sie sind, da freikragend, gut hinterlüftet, was eine optimale Funktionsweise gewährleistet. Die erzeugte Wärme wird in einem im Keller aufgestellten Wasserspeicher eingeleitet, von wo dann das warme Brauchwasser entnommen werden kann. (In diesem Haus wird es nur für die Küche und im Bad für Badewanne und Waschtisch gebraucht, wahlweise auch für die Waschmaschine.)