Arthur

 

CAD ist aus Architekturbüros nicht mehr wegzuden- ken. Dennoch greifen die meisten Architekten auch heute noch bevorzugt auf Stift und Papier sowie Arbeitsmodelle zurück, um zu entwerfen. Hauptursachen hierfür sind zum einen die recht um- ständlichen und wenig intuitiven Interfaces (Maus und Tastatur) sowie die umständliche Bedienung vieler CAD-Systeme.

Das beste aus beiden Welten
Ziel des EU-Projekts "ARTHUR" ist die Entwicklung eines Augmented-Reality-Prototypen für Architektur und Stadtplanung. Die reale Umgebung des Nutzers wird dabei mit virtuellen Modellen angereichert.
Die Flexibilität und leichte Veränderbarkeit von CAD-Daten wird verknüpft mit der Anschaulichkeit realer Arbeitsmodelle. Haupteinsatzgebiet sind Experten- sowie Entwurfstreffen, deren Teilnehmer aufgrund der Semitransparenz der Displays auch weiterhin auf die Reaktionen der anderen eingehen und miteinander kommunizieren können.


Für die 3D-Interaktion wurden neue, intuitive Mechanismen entwickelt. Neben sogenannten Platzhaltern (reale Objekte, deren Bewegungen vom System erfasst und auf virtuelle Objekte übertragen werden) und dem 3D-Pointer (Zeige- und Auswahlgerät zur Menüsteuerung und Objektmanipulation) wird die Bedienung des Systems Mittels Gesteneingabe erforscht.

Bisherige Arbeit und Zukunft
Als Architekturbüro haben wir die Nutzeranforderun- gen an das System definiert. Wir sind maßgeblich an der Entwicklung des Interface beteiligt und verfolgen in regelmäßigen Nutzertests die Fortschritte des Systems.
Das System ist 2003 in Zürich auf der "Interact, und 2004 auf der CeBIT Hannover vorgestellt worden.

Projektpartner:
Fraunhofer Institut für angewandte Informations- technologie, Sankt Augustin (Dr. Wolfgang Broll); Foster and Partners, London (Francis Aish);
University College London (Prof. Alan Penn);
Aalborg University, Dänemark (Erik Granum);
Saabtech, Schweden (Odd Romell)


www.fit.fraunhofer.de/projekte/arthur/