|
Aus Sicht der LINIE 4
Architekten
stellen Bauprozesse grundsätzlich einen Eingriff in unsere Umwelt dar. Ein
solcher Eingriff stellt im Idealfall nur eine Beeinträchtigung, im Normalfall
aber eher eine starke Belastung dar. Die weitere Entwicklung
umweltpolitischer Auflagen und Rahmenbedingungen werden das Baugeschehen
nachhaltig beeinflussen.
Im Lebenszyklus eines Gebäudes gibt es drei Phasen mit unterschiedlichen
Auswirkungen auf die Umwelt, die es zu optimieren gilt. Im Vorfeld der
Bauphase werden Materialien produziert, gelagert, transportiert. Auf der
Baustelle ist der Umgang mit Reststoffen, Verpackungsmaterial und Rückständen
zu organisieren. Bei der Verarbeitung bestimmter Baustoffe sind
Schutzmaßnahmen für Mensch und Umwelt zu treffen.
Die nächste Phase im Leben eines Gebäudes betrifft den eigentlichen
Nutzungszeitraum. Hier treten Aspekte wie Energieverbrauch, Lebensdauer
einzelner Elemente und die Betriebskosten deutlich in den Vordergrund. In
diesem Zeitraum, der ja wesentlich länger ist als die eigentliche Bauphase,
zeigt sich die ökologische Qualität der Planung und die optimale Beratung für
den Bauherren. Nach Abschluss des Nutzungszeitraums, der mit geeignet
Methoden wesentlich zu verlängern ist, beginnt der Abbruch, bzw. der Rückbau.
Hier ist im Verlauf der Planung, auch im Hinblick auf die Entwicklung der
Entsorgungskosten, auf den Einsatz abbaubarer und trennbarer Baustoffe zu
achten.
Unser Ziel ist es diese Faktoren in unserer Planung und deren Ausführung
entsprechend zu berücksichtigen. Bereits bei der Ausarbeitung der
individuellen Konzeption werden die Belastungen für die Ausführenden, die
Nutzer und die Umwelt geprüft und weitestgehend minimiert.
|